Anmerkungen der AMS-Leitung Wien zu den veröffentlichten Empfehlungen des “Synergies” Projekts

Mag. Petra Draxl, die Geschäftsführerin des AMS Wien, hat die Empfehlungen, die das Projekt “Synergies” zur Validierung von nicht-formal und informell erworbener Kompetenzen entwickelt hat, kommentiert:

  • Es wird im Lesen der Empfehlungen erst deutlich, dass sich der Fokus der Empfehlungen auf Zuwanderer und Flüchtlinge richtet. Dieser Fokus wird in der Einleitung zu den Empfehlungen zu wenig deutlich. Hier müsste man die Zielgruppe deutlicher hervorheben, die Beschreibung springt des öfteren zwischen Flüchtlingen, Migranten und benachteiligten Lernern.
  • Wichtig in der Beschreibung der Zielgruppe sind vor allem jene Personen, die Teile einer Ausbildung haben. Das ist eine wichtige Zielgruppe der Anerkennung.
  • In Österreich ist die Frage der Anerkennung besonders im Bereich der Lehre von Bedeutung. Dabei ist das Zusammenspiel der Sozialpartner, Wirtschafts- und Arbeiterkammer, wie auch der Berufsschule wichtig. Ohne dieses Zusammenspiel ist eine Änderung der Regelungen und der Vorgangsweisen der Anerkennung nicht machbar.
  • Wenn man von sprachunabhängigen Verfahren spricht, muss man einen Unterschied machen, ob man alle Sprachen oder nur die deutsche Sprache meint. Es existieren Teile von Anerkennungsverfahren, die in mehreren Sprachen vorliegen und nicht alle Anerkennungsverfahren sind nur strikt an die Deutschkenntnisse gebunden.
  • In Österreich spielen sich zur Zeit die Anerkennungsverfahren stark im Bereich des Handwerks ab.

Recommendations for improving the process of validation of prior learning in Europe (en)
Empfehlungen und Reaktionen in Österreich auf die Recommendations (de)

 

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